So werden korrigierte Fotos gekennzeichnet
Ein korrigiertes Foto zeigt einen Moment, der aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt wurde. Wir kennzeichnen es, damit es niemand für das unbearbeitete Original hält.
Was eine Korrektur eigentlich ist
Wenn du ein Gesicht korrigierst, nimmt Open Eyes die Augen oder den Mund aus einer deiner anderen Aufnahmen, richtet sie aus und blendet sie in deinen Favoriten ein. Jedes Pixel wurde von deiner Kamera aufgenommen. Die Gesichtserkennung auf dem Gerät findet nur, wo Augen und Mund sind; nichts wird gezeichnet, erfunden oder von KI erzeugt.
Das Ergebnis ist damit ein Composite Capture: ein Foto, das aus mehreren echten Aufnahmen derselben Szene zusammengesetzt ist. So nennt es der Standard der Fotobranche (IPTC), und so nennen wir es auch.
Die drei Kennzeichnungen
| Kennzeichnung | Wo sie steckt | Was sie aussagt |
|---|---|---|
| IPTC-Metadaten | In der Fotodatei (XMP) | Digitaler Quelltyp „composite capture“ und eine kurze Beschreibung, wie viele Augen- und Mundbereiche aus anderen Aufnahmen stammen. |
| Content Credentials (C2PA) | Ein signierter Eintrag in der Fotodatei, wo dein Handy das unterstützt | Dieselben Fakten, signiert, damit Änderungen an der Datei erkennbar sind. Enthält Name und Version der App. |
| Unsichtbares Wasserzeichen | In den Pixeln selbst | Dass das Foto mit Open Eyes bearbeitet wurde, und eine Bearbeitungsnummer. Es übersteht erneutes JPEG-Speichern und Zuschneiden, auch wenn die Metadaten entfernt wurden. |
Die Kennzeichnungen enthalten nie deinen Namen, deinen Standort, die anderen Aufnahmen oder irgendetwas über die Personen auf dem Foto.
Wann ein Foto nicht gekennzeichnet wird
Wenn du speicherst, ohne ein Gesicht zu ändern, entspricht die Kopie inhaltlich deinem Favoriten und wird deshalb nicht gekennzeichnet. Der Bildschirm nach dem Speichern zeigt dir, welche Kennzeichnungen hinzugefügt wurden.
Ein Foto prüfen
Content Credentials kannst du mit dem kostenlosen Werkzeug Content Credentials Verify prüfen; die IPTC-Felder zeigen die meisten Fotoverwaltungen an, die XMP-Metadaten lesen.
Grenzen
- Viele Messenger und soziale Netzwerke entfernen beim Teilen die Metadaten und damit die IPTC-Kennzeichnung und die Content Credentials.
- Das Wasserzeichen übersteht kein Verkleinern, Drehen, keine starken Filter und kein gezieltes Entfernen. Es ist ein hilfreicher Hinweis, kein fälschungssicherer Beweis.
- Content Credentials brauchen ein aktuelles Handy. Wo sie nicht hinzugefügt werden können, kommen die anderen beiden Kennzeichnungen trotzdem dazu.